Nachdem 2007 als erfolgreiches erstes Jahr verbucht werden konnte, brachte 2008 zunächst einige Neuerungen. Nachdem uns nach den ersten zwei Konzerten unser Saxophonist Christian leider verlassen hatte, war Ende des Jahres auch seine Nachfolgerin Steffi aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen. Als Ersatz konnten wir Andi gewinnen, der später auch anfing zusätzliche Keyboard- und Percussion-Parts zu übernehmen. Außerdem brachte das eintretende Verständnis über die Arbeit einer Backingband für unseren Bassisten Alex leider auch die Erkenntnis, dass sich der Aufwand nicht länger mit seinen übrigen Tätigkeiten unter einen Hut bringen ließ, sodass wir mit Simon auch einen neuen Bassisten in die Band bekamen. Neben diesen personellen Änderungen innerhalb der Band änderte sich auch das äußere Umfeld. Yalla Yalla wendete sich vermehrt anderen Dingen zu, sodass wir uns sowohl bezüglich der Sänger, als auch der Konzertorganisation nun ein eigenes Netzwerk aufbauen mussten. Gesagt getan … die neue Maxime war, dass so viele Sänger wie möglich die Nachricht von der “coolen neuen Backingband” ins Land tragen sollten. Da wir jedoch nur begrenzt Konzerte hatten, bei denen wir Sänger einladen konnten wurden einfach so viele Sänger wie möglich zu jedem Gig eingeladen. Konzert #1 in 2008 hatte bei einer Setlänge von 4 Stunden immerhin 10 verschiedene Sänger. Das Konzert wäre auch sicherlich ein super Erfolg geworden, wenn nicht gleichzeitig das Eröffnungspiel der Fußball-EM gewesen wäre. Konzert #3 fand im wunderschönen Zirkuszelt bei Osnabrück statt und überzeugte durch ein ähnliches Mammut-Lineup. Diesmal waren jedoch wieder einige neue Sänger dabei, u.a. Simply Cat, mit der sich unsere Wege bis heute immer wieder kreuzen.
Konzert #4 war für uns ein besonderes Highlight, da Goldi aus Münster dabei war, der zu diesem Zeitpunkt schon bundesweit Konzerte gespielt hat. Außerdem gab es vorher mit ihm, Flaming Mo, Brimstone & Fire und Jens von Reggae-Town.de (heute Urban Tree Musik) noch einen wunderbaren “Tag am Meer”.
Die Konzerte #6 und #7 fielen auf einen Tag. Ein Erfahrung die man sicherlich mal gemacht haben muss, die jedoch nicht zur Regel werden sollte. Zumal die Konzertorte 120 km auseinander lagen. Das erste Konzert überzeugte vor allem durch seine Backstage-Kulisse, während das zweite mit General Good (FR) und Blakk Ice (JAM) erstmals internationale Künstler auf dem Lineup hatte. In jedem Fall war der Tag für uns ein krönendes Ende der Festivalsaison 2008.
Zum Jahresabschluss wurde es dann noch mal turbulent. Simon, unser ganz neu gewonnener Gitarrist, musste in kürzester Zeit diverse Stunden Programm lernen. So begann der Dezember mit einer großartigen Supportshow für Mono & Nikitaman in der Kulturetage, die wir noch mal gemeinsam mit dem Yalla Yalla Movement bestritten haben. Hier mal zwei Eindrücke von der Show:
Eine Woche später folgte die FH-Party in Oldenburg, bei der Jahrôme, Brimstone & Fire, Julian Levy und Simply Cat auf dem Lineup standen. Mit einer Stagetime von 2:30 – 4:30 war das auch wohl die späteste Show die wir in fünf Jahren gespielt haben. Da sie in unserer Heimatstadt stattfand, bot sich zumindest für einige die Möglichkeit zwischen Soundcheck (19:00) und Stagetime schon eine erste runde Schlaf im eigenen Bett zu nehmen.
Das folgende Wochenende war für uns das erste, an dem wir zwei Tage außerhalb auf Tour waren. Am Freitag ging’s nach Braunschweig zum Triple Birthday Bash, wo sich Marlene Johnson, MacoRas, Goldi, Tobi Wan, Julian Levy, Simply Cat und die Soultecniques das Mikrofon weitergereicht haben. Die Soultecniques hatten sich ein besonderes Schmankerl für den Abend überlegt. Das Publikum sollte vor jedem Stück per Los entscheiden, welcher Text auf welchem Riddim gesungen werden sollten. Dieses Verfahren hat vielleicht nicht zu einer höheren Qualität der Show beigetragen, aber dafür war die Nervenanspannung besonders groß.
Am nächsten Tag ging es dann nach Bersenbrück zur Winterausgabe vom Reggae Jam Festival, bei der wir für eine 2,5 stündige Show eingeplant waren. Der besondere Nervenkitzel an diesem Abend war, dass wir bis kurz vor der Show nicht wussten, wer eigentlich genau auftreten würde (geschweige denn welche Stücke dann zu spielen sind). Die Konsequenz war, dass wir während der Show gelegentlich feststellen mussten, dass einem der Musiker beim Abschreiben der Setlist in der Eile einzelne Stücke abhanden gekommen waren, was wir durch möglichst unauffällige Zeichen versuchen mussten auf der Bühne zu klären. Die Show hatte jedoch auch ihr Gutes … danach konnte uns, und insbesondere unseren neuen Gitarristen, keine Situation mehr schockieren.
(hier die kurze Showeinlage von Tobi Wan, der spontan aus Braunschweig mitgekommen war)
Abschließend lässt sich sagen, dass mit 20 neuen Sängern zwischen Juni und Dezember der Jahresplan durchaus als erfüllt gewertet werden darf. Außerdem haben wir mit Simon an der Gitarre eine bereichernde instrumentale Erweiterung vorgenommen, mit der wir gut für das kommende Jahr gerüstet waren.








